Donnerstag, 31. März 2011

Piller: "Frage der Staatsbürgerschaft wohl sehr heikel"

TRNC-Repräsentant Piller hat im Zusammenhang mit den derzeit stattfindenden Verhandlungen zwischen den beiden zyprischen Präsidenten verdeutlicht, dass das Kapitel der Staatsangehörigkeit für einen vereinten zyprischen Staat besonders heikel sei. "Wir sehen hier vor allem eine enge Verknüpfung zu der Behauptung der zyperngriechischen Seite, auf Nordzypern lebten mittlerweile überwiegend türkische Siedler." Die Forderung der griechischen Verhandlungspartner, dass ein Großteil der Staatsbürger der TRNC, die festlandstürkische Wurzeln hätten, die Insel nach einer Einigung wieder verlassen müssten, kann die TRNC-Delegation so nicht akzeptieren. "Vor allem Familien, die seit nun fast 40 Jahren im Norden Zyperns leben und die TRNC-Staatsangehörigkeit besitzen kann man nicht mehr zurückschicken", betonte Piller. Er hoffe, dass dieses Kapitel dennoch zum Abschluss gebracht werden könne. "Wichtig ist, dass sich beide Seiten bewegen. Auch wenn die Bundeskanzlerin zu Jahresbeginn betonte, sie sehe dies bei der griechischen Seite und vermisse es im türkischen Teil, so dürfte das eher umgekehrt zutreffen", unterstrich der Repräsentant in München.

Donnerstag, 24. März 2011

Zensus in Nordzypern

Für das Jahresende ist eine Volkszählung auf Nordzypern geplant. Dies gab die Regierung bekannt. Nord- und Südzypern sollen unter den rechtlichen und internationalen Standards die Bevölkerung ihrer Länder erfassen. Der Süden hat vorgeschlagen, diesen Zensus gemeinsam durchzuführen. TRNC-Präsident Eroglu hat dies abgelehnt. Nordzypern werde Ende des Jahres einen transparenten und internationalen Kriterien entsprechenden Zensus durchführen. Dieser sei nötig, falls es auf Zypern zu einem Referendum über mögliche Ergebnisse der Gespräche komme.

Dienstag, 22. März 2011

Premierminister: Koalition steht nicht auf der Tagesordnung

Nach zyperntürkischen Pressemeldungen strebt die alleine regierende Nationale Einheitspartei UBP keine Koalition an. Premierminister Irsen Kücük betonte am Rande einer Veranstaltung, auch wenn die Verantwortlichen in der UBP von Zeit zu Zeit mit anderen politischen Parteien zusammenkomme und Meinungsaustausch betreibe, habe dies nichts mit Spekulationen zu tun, man werde in eine Koalitionsregierung eintreten. Die UBP verfügt derzeit über 27 Sitze im Parlament. Unterdessen wird vor dem zyperntürkischen Gerichtshof die Frage verhandelt, ob der Parteiausschluss von Ex-UBP-Chef Tahsin Ertugruloglu rechtskonform war.