Samstag, 7. August 2010

Außenminister Özgürgün beklagt sportliche Isolation

Nicht nur, dass die türkischen Zyprer mit ihren Pässen nicht überall hin reisen können und dass die Wirtschaft der TRNC durch Boykott und Embargo am Boden gehalten wird, auch sportlich wird Nordzypern isoliert. Internationale Wettkämpfe sind in aller Regel unmöglich. Fußballspiele - und seien es nur Freundschaftsspiele - gegen internationale Gegner sind in aller Regel nicht zu organisieren. Selbst die türkische Nationalmannschaft kann gegen die TRNC-Auswahl nicht antreten, da die UEFA auf Druck des zyperngriechischen Verbandes mit massiven Strafen droht. Als Ex-TRNC-Staatschef Talat den Pokal beim großen Preis von Istanbul an den Sieger übergab, musste der türkische Rennverband eine Millionenstrafe zahlen. Beim Zusammentreffen mit Mitgliedern des türkischzyprischen Fußballschiedsrichterverbands hat TRNC-Außenminister Hüseyin Özgürgün (UBP) auf diesen untragbaren Missstand aufmerksam gemacht und ein Ende verlangt.

Mittwoch, 4. August 2010

Eroğlu beklagt Verhandlungsstrategie der anderen Seite

Es war ein Platz, den er gut kennt: TRNC-Staatspräsident Derviş Eroğlu nahm auf Einladung der Regierung an einer Kabinettssitzung teil. Jahrelang war er selbst TRNC-Premierminister. Vor seinem Besuch bei der Regierung Küçük beklagte Eroğlu sich darüber, dass der inselgriechische Präsident Christophias versuche, mehrere Kapitel gleichzeitig zu verhandeln. Während man die Eigentumsfragen kläre, brächte der Präsident der Inselgriechen zeitlich die Fragen von Territorium und Einwanderung (dazu zählt vor allem die Frage, wie man mit türkischen Siedlern umgehen werde) auf den Verhandlungstisch. Dies sei aber nicht die abgesprochene Vorgehensweise. Die türkische Seite habe nicht die Intention, diese Kapitel zum gleichen Zeitpunkt zu verhandeln, so hieß es im inseltürkischen staatlichen Rundfunk BRT.

Dienstag, 3. August 2010

Erpressungsversuche der Regierung Christophias

Die Zeiten, in denen Abstimmungen in der EU nur einstimmig gefasst werden können, um Gültigkeit zu erlangen, sind seit dem Vertrag von Lissabon passé. Dies weiß auch die Regierung der Republik Zypern und muss erkennen, dass eine Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten das Embargo gegen Nordzypern wohl fallen lassen und Direkthandel mit der TRNC ermöglichen will. Erklärtes Ziel Südzypern aber bleibt es, dies zu verhindern, die Wirtschaft Nordzyperns am Boden zu halten und die Machtposition als "Regierung von Zypern" weiter zu festigen. Da es nun keine Möglichkeit mehr gibt, die Handelserleichterungen direkt zu Fall zu bringen, hat die Regierung in Nikosia gedroht, die Beitritts-Verhandlungskapitel mit Ankara weiter zu blockieren, sollten andere EU-Staaten mehrheitlich ein Ende der Embargos beschließen. Präsident Christophias geht so gar so weit, gegebenenfalls die kompletten Beitrittsgespräche (Öffnung neuer Kapitel) mit der Türkei zu blockieren. Dies meldet auf Basis mehrerer Quellen die "Northcyprus Times".