Mittwoch, 23. Juni 2010

KTHY stoppt Flugbetrieb

Die finanziell stark angeschlagene türkischzyprische Fluglinie "Cyprus Turkish Airlines" (KTHY) musste nach Anordnung aus Ankara ihren Betrieb vorübergehend einstellen. Die Airline fliegt unter türkischer Flagge, um auch international Routen bedienen zu können. Sie war Anfang des Jahres finanziell in Bedrängnis geraten. Man war auf der Suche nach einem Partner. Derzeit wird noch immer das einzige Angebot von "Atlas Jet" bewertet. Nach Bekanntgabe der Betriebseinstellung für die nächsten drei Monate kam es zu Protesten vor dem KTHY-Hauptquartier in Lefkosa. Wie der staatliche Rundfunk BRT mitteilte entstanden Tumulte vor dem Gebäude. Die Polizei musste durchgreifen um eine Erstürmung zu verhindern. Die Regierung sucht seit Wochen nach Wegen, um die Airline zu retten. Derzeit seien alle Maschinen auf dem Vorfeld in Ercan geparkt, hieß es. Wer Tickets von KTHY besitzt um nach Ercan zu reisen, solle sich möglichst umgehend mit seinem Reisebüro in Verbindung setzen.

Sonntag, 20. Juni 2010

Präsident der Inselgriechen in Brüssel

Wie die Internetzeitung "Northcyprus Times" berichtet, hat der inselgriechische Präsident Christophias Brüssel besucht. Er habe die EU-Gremien aufgefordert, die Diskussionen über möglichen direkten Handel zwischen der EU und Nordzypern zu beenden und diese Frage nicht weiter zu verfolgen. Südzypern lehnte jede Annäherung der TRNC an Europa strikt ab und beharrt weiter darauf als "Regierung von Zypern" die gesamte Insel zu repräsentieren. Man werde von Seiten der Zyperngriechen, so "Northcyprus Times" weiter, auch keine Zeitpläne oder eine Schiedsrichterrolle der Vereinten Nationen akzeptieren. TRNC-Staatschef Eroglu, von dem die griechischzyprische Führung erhofft hatte, dass er ihr als Ausrede für ein Scheitern der Verhandlungen dienen würde, hatte vergangene Woche bekräftigt, dass aus seiner Sicht ein Abschluss der Gespräche bis Jahresende denkbar wäre.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Verhandlungen fortgesetzt

Diesmal kam es zu keiner Aussetzung der Gespräche, auch der inselgriechische Staatspräsident Christophias erschien. Die direkten Gespräche zwischen den beiden zyprischen Präsidenten wurden fortgesetzt. Wie bereits vor den Präsidentschaftswahlen in der TRNC abgesprochen, wurde die Grundstücks- und Eigentumsfrage angesprochen. Details werden erst in einer folgenden Sitzung verhandelt, meldete die inseltürkische Presse. Inhaltlich wurde über den Fortgang der Gespräche nichts bekannt. TRNC-Staatspräsident Dervis Eroglu flog im Anschluss nach Ankara.