Die zyperntürkische Fluglinie "Cyprus Turkish Airlines" (KTHY) geht wirtschaftlich unsicheren Zeiten entgegen. Massive finanzielle Probleme zwingen die Verantwortlichen zu handeln. Die Regierung bemüht sich derzeit um eine Lösung für den angeschlagenen Carrier. Nicht zuletzt aufgrund des Embargos gegen die TRNC können Maschinen der KTHY nur die Türkei direkt anfliegen. Weitere Verbindungen etwa nach Großbritannien erfolgen immer nur nach einem Zwischenstopp. Derzeit strebt KTHY eine Partnerschaft mit einer anderen Fluglinie an. "Atlasjet" hat ein Angebot abgegeben, über das nun verhandelt werden soll. Unterdessen wurde bekannt, dass die niederländische Airline "Corendon" nun doch nicht non-stop von den Niederlanden aus nach Ercan fliegt, sondern in Antalya einen Zwischenstopp einlegt. Südzypern hatte die Non-Stop-Verbindung verhindern können und nennt auch die jetzt geflogene Variante über Antalya "illegal". Wie die "Northcyprus Times" berichtet, plane Schweden als erstes Land die Beendigung des Embargos gegen den Flughafen Ercan. Im griechischzyprischen Süden nannte man dies "besorgniserregend".
Montag, 14. Juni 2010
Montag, 7. Juni 2010
Gesprächsrunde geplatzt
Nicht gerade Vertrauen aufbauen konnten TRNC-Präsident Eroglu und sein griechischzyprischer Amtskollege Christophias. Es wäre erst die zweite Verhandlungsrunde gewesen, die die beiden absolvieren sollten. Christophias ließ sie platzen und erschien nur kurz am Verhandlungsort - und auch nur, weil ihm zugetragen wurde, dass der Konvoi von TRNC-Staatschef Eroglu bereits unterwegs war. Welche "Meinungsverschiedenheiten" dazu geführt hatten, dass Christophias nicht verhandeln wollte, wurde zunächst nicht bekannt. Nun soll zuerst wieder auf der Ebene der Unterhändler eine Basis für weitere Gespräche gefunden werden. "Den Verhandlungen dürfte derlei diplomatischer Hickhack wohl schaden", meinte TRNC-Repräsentant Uli Piller und fügte hinzu: "Die Frage ist, ob die griechische Seite versucht, ein Ende der Verhandlungen zu schaffen, das sie am Ende als moralische Sieger und die türkische Seite als Blockierer und Nein-Sager dastehen lässt. Dies wäre sehr bedauerlich für die Zukunft Gesamtzyperns."
Mittwoch, 2. Juni 2010
Nordzypern protestiert gegen Israels Vorgehen
In die internationale Kritik am Vorgehen Israels in Bezug auf die Angriffe auf ein Schiff der "Friedensflotte" reihten sich auch Vertreter Nordzyperns ein. Sowohl TRNC-Staatspräsident Derviş Eroğlu als auch Staatsgründer Rauf Denktaş betonten, die Erstürmung der Mavi Marmara sei unverhältnismäßig gewesen und ein Verbrechen. Eroğlu kondolierte den Familien der Opfer und hob hervor, dass derlei Aktionen die Friedensbemühungen im Nahen Osten zuwiderliefen.
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