Montag, 9. März 2009

CTP verliert an Zuspruch

Eine Umfrage, die die "Kibrisgazetesi" in Auftrag gegeben hat und die das Ziel hatte, Wählerstimmungen zu erfassen, ergab eine deutliche Verschiebung in der politischen Stimmung in Nordzypern. Die derzeit über 13 Sitze verfügende Nationale Einheitspartei UBP könnte ihren Stimmenanteil steigern und käme nach der "Sonntagsfrage" auf rund 32 Prozent und 21 Sitze. Die regierende sozialdemokratische CTP, die derzeit die Hälfte der 50 Abgeordneten stellt, büßt demnach neun Sitze ein und kommt noch auf rund 20 Prozent. Zudem im Parlament vertreten wäre die Demokratische Partei (DP) mit etwa 10 Prozent und 7 Sitzen. Der kleinere Koalitionspartner ÖRP von Turgay Avci muss um den Einzug ins Parlament bangen.

Sonntag, 8. März 2009

Kontaktgruppe sieht Chancen

Die "High Level Contact Group" für Zypern hat erneut die Insel besucht. Die Mitglieder des Europäischen Parlaments loten dabei die Chancen aus, für Zyperns Entwicklung neue Wege zu beschreiten und die Annäherung der beiden Seiten zu beschleunigen. Die deutsche SPD-Abgeordnete Mechthild Rothe erklärte auf einer Pressekonferenz, dass man ein deutlich hoffnungsvolleres Bild sehe als früher.

Sonntag, 1. März 2009

Ex-SPD-Abgeordnter macht Wahlkampf auf Nordzypern

Der ehemalige hessische Landtagsabgeordnete Jürgern Walter (SPD) ist nach Nordzypern gereist und dort mit Premierminister Soyer (CTP) zusammengetroffen. Arrangiert wurde das Treffen vom SPD-Europakandidaten Ozan Ceyhun. Walter unterhielt bereits vor seinem Ausscheiden aus dem Landtag gute Beziehungen zu Nordzypern. Er unterstrich, dass die Wahl der UBP dem Ende der Verhandlungen gleichzusetzen sei. Außerdem kritisierte er die Politik des ehemaligen Staatspräsidenten Rauf Denktas. Nach Angaben des Onlineportals "northcyprus.de" verglich Walter dessen Politik mit der Isolierung Nordkoreas. Walter machte auch klar, dass ein Wahlsieg der UBP den Verhandlungen nicht zuträglich sei. Die sozialdemokratische CTP ist derzeit auf Wahlkampfhilfe aus dem Ausland angewiesen. Sie landet bei Umfragen weit hinter der UBP auf dem zweiten Platz.