Samstag, 11. Februar 2012

Wirtschaftsminister in Berlin

Wirtschaftsminister Suat Atun (UBP) hat anlässlicher der Messe "Fruit Logistica" Berlin besucht. Der Minister stand einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation vor, die auf der Messe Nordzypern vertrat. Zudem wurde der Minister von einer Delegation aus dem Ministerium begleitet. Nordzypern präsentierte auf der Messe eigene Produkte. Vor allem Zitrusfrüchte aus dem Norden Zyperns gelten als Spezialität.

Dienstag, 7. Februar 2012

"Rauf Denktaş Stiftung"

Wie die zyperntürkische Presse mitteilte, wird in dem zuletzt von Rauf Denktaş genutzten Büro in der inseltürkischen Hauptstadt Lefkoşa eine "Rauf Denktaş Stiftung" eingerichtet. Der ehemalige zyperntürkische Staatschef habe im Laufe seines politischen Wirkens eine umfassende Dokumentation erstellt. Diese zu archivieren und zu digitalisieren wird eine "lange Zeit" in Anspruch nehmen. Serdar Denktaş, Sohn des verstorbenen Staatsgründers, erklärte man wolle in Denktaş's letztem Büro in Nikosia eine Einrichtung schaffen, die der Geschichte Zyperns diene. Die Stiftung solle Wissenschaftlern und Studenten für Recherchezwecke offenstehen. Denktaş hat während seines gesamten Lebens Aufzeichnungen angefertigt. Er hat zahllose Arbeiten verfasst und als leidenschaftlicher Photograph eine Vielzahl von Bildern hinterlassen. Das geistige Erbe werde der Allgemeinheit zukommen, so die Presse.

Samstag, 4. Februar 2012

Parteispitzen zu Gesprächen informiert

Die Vorsitzenden der zyperntürkischen Parteien mit Sitzen in der Nationalversammlung wurden von Staatspräsident Eroğlu über die Gespräche zwischen den beiden zyprischen Seiten in New Yor unterrichtet. Der Präsident lud den UBP-Chef, Ministerpräsident Küçük, den Vorsitzenden der größten Oppositionspartei CTP, Yorgancıoğlu, Turgay Avcı von der ÖRP, den Parteivorsitzenden der DGP, Ertuğruloğlu, sowie die Spitze der Demokratischen Partei DP in den Präsidentenpalast. Zusammen mit seinem Sprecher und dem Unterhändler Özersay erläuterte der Präsident die Verhandlungsführung, das geplante Vorgehen und die Ergebnisse des Treffens unter Schirmherrschaft von VN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Über die konkreten Ergebnisse wurde in New York Stillschweigen vereinbart. Wie die VN in der Zypernfrage fortfahren werden, ist derzeit offen. Der Sondergesandte Alex Downer möchte augenscheinlich auf der Insel weiter verhandeln. Die VN strebt eine internationale Konferenz an, was von griechischer Seite abgelehnt wird. Auch ein Scheitern der Mission wäre denkbar. Welche Auswirkungen dies haben könnte, ist völlig offen. Eroğlu, so berichten türkischzyprische Medien, werde Ende nächster Woche nach Istanbul reisen um an einer Konferenz an der Universität teilzunehmen. Dabei geht es um die Zypernfrage und ihre mögliche Lösung.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Deutsche Botschafterin trifft Eroğlu

Die seit Herbst vergangenen Jahres amtierende deutsche Botschafterin auf Zypern, Dr. Gabriella Guellil, hat im Rahmen ihrer Tätigkeit den türkischzyprischen Staatspräsidenten Derviş Eroğlu getroffen. Wie der staatliche Rundfunk BRT mitteilte, seien die Verhandlungen zwischen den beiden zyprischen Seiten Gegendstand der Gespräche gewesen. Erklärungen zum Inhalt des vertraulichen Gesprächs gaben beide Seiten weder vor noch nach der Unterredung ab. Eroğlu war auch mit dem VN-Sondergesandten für Zypern, dem ehemaligen australischen Außenminister Alex Downer zusammengekommen. Dieser betonte, dass er hoffe, die Gespräche zwischen den beiden zyprischen Verhandlungsseiten könnten nach dem Gipfel in New York Ende Januar nun auch auf der Insel selbst rasch fortgeführt werden. Auch der inseltürkische Unterhändler für die Zypernverhandlungen, Özersay, war an der Unterredung mit der deutschen Diplomatin beteiligt.

Sonntag, 29. Januar 2012

Sozialdemokraten von TDP bestätigen Vorsitzenden

Eine der beiden sozialdemokratischen Parteien Nordzyperns, die TDP, hat auf ihrem Parteitag den amtierenden Vorsitzenden bestätigt. Mehmet Cakici wurde von den Delegierten erneut zum Vorsitzenden gewählt. Der Parteichef gilt als Mann mit Durchhaltevermögen, hatte er doch erst Ende 2011 die wohl längste Rede vor der zyperntürkischen Nationalversammlung gehalten.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Sisli erhält "Rauf Denktas"-Kulturzentrum

Der Bürgermeister des Istanbuler Landkreises Sisli (ca. 500.000 Einwohner) Mustafa Sarigül (CHP) hat Nordzypern besucht. Zusammen mit einer Delegation traf der CHP-Politiker, dem immer wieder zugetraut wird, für die CHP in der Türkei in Zukunft eine zentrale Rolle zu spielen, auch DP-Chef Serdar Denktas. Er kondolierte dem Sohn des Staatsgründers Rauf Denktas und betonte die Lebensleistung des inseltürkischen Gründungspräsidenten. Sarigül erklärte, Sisli werde sein neues Kulturzentrum, das etwa 1800 Personen aufnehmen können wird, nach dem türkischzyprischen Gründungsvater benennen.

Dienstag, 24. Januar 2012

Zypern-Gipfel in New York

BlocksatzDas Treffen in New York unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen gilt als eine der letzten Chancen die festgefahrenen Zyperngespräche noch erfolgreich zu einem Ergebnis zu führen. Während des so genannten "Greentree-Meetings" sollen die beiden zyprischen Seiten auf gemeinsame Leitlinien festgelegt werden. Die noch immer gültigen Vereinbarungen zwischen den beiden zyprischen Seiten stammen aus dem Jahr 1977 und wurden von dem damaligen zyprischen Präsidenten Makarios III. und dem inseltürkischen Führer Rauf Denktas erarbeitet. Die geteilte Mittelmeerinsel soll eine bi-zonale und bi-kommunale, föderative Republik werden. Die griechische Seite müsste dazu den Alleinvertretungsanspruch abgeben. Die türkischzyprische Seite verlangt, dass die Anerkennung als gleichberechtigte Partner als Grundlage der Gespräche anerkannt wird. Den Status als gleichberechtigter Partner erwarben sich die türkischen Zyprer bereits während der Verhandlungen von 1959/60. Im zweiten Halbjahr 2012 übernimmt die inselgriechische Regierung die EU-Ratspräsidentschaft. Dies führt zu massiven diplomatischen Verwicklungen mit der Türkei. Ankara erkennt die Regierung Südzyperns nicht an.

Dienstag, 17. Januar 2012

Bewegende Trauerfeierlichkeiten für Gründungspräsident Denktaş

Der türkischzyprische Staatsgründer Rauf Raif Denktaş ist beigesetzt worden. Nachdem der Sarg des Gründungspräsidenten am Montag von der Klinik der "Near East University" im Rahmen einer Zeremonie abgeholt wurde, wurde Denktaş vor dem Präsidentenpalast aufgebahrt. Am heutigen Dienstag fand im Beisein der türkischen Staatsspitze um Staatspräsident Gül, Premierminister Erdoğan, Außenminister Davutoğlu und anderen das Begräbnis statt. Die Medien in Nordzypern erinnerten in Einspielungen an den Staatsgründer und seinen politischen Einsatz für die Zyperntürken. Denktaş hatte die Politik der Inseltürken über ein halbes Jahrhundert hinweg geprägt. An den türkischen und türkischzyprischen Vertretungen im In- und Ausland wurde Trauerbeflaggung auf Halbmast angeordnet. In Botschaften und Konsulaten liegen Kondolenzbücher auf. Die Staatstrauer auf Nordzypern dauert noch bis Freitag. Am heutigen Dienstag blieben Ämter und Geschäfte geschlossen.

Sonntag, 15. Januar 2012

Nordzypern verliert großen Wegweiser

Rauf Denktaş ist tot. Er starb am vergangenen Freitag im Alter von 87 Jahren an den folgenden eines Organversagens im Universitätsklinikum der Stadt Lefkoşa. Auf Nordzypern wurde eine einwöchige Staatstrauer ausgerufen. Am Dienstag soll unter Beisein der türkischen Staatsspitze und aller Vertreter der türkischzyprischen Gesellschaft ein Staatsbegräbnis stattfinden. Denktaş, der seit den 1940er Jahren als Jurist und bald darauf auch politisch tätig war, beherrschte die türkischzyprische Politik ein halbes Jahrhundert lang. Seine konsquente Haltung in der Zypernfrage brachte ihm selbst in einigen Nachrufen in deutschen Medien den Titel "Spalter" von Zypern ein. "Dies geht in der Sache aber weit an dem vorbei, was Denktaş Zeit seines Lebens antrieb", betonte TRNC-Repräsentant Uli Piller. Denktaş habe die Eigenständigkeit seiner Zyperntürken vorangetrieben und diese bereits 1959/60 in den Verträgen von Zürich und London durchsetzen können. Er war es, der als Verhandlungsteilnehmer damals den Status der Zyperntürken als gleichberechtigte Partner in der Republik Zypern erreichte. Die Teilung Zyperns war dann aber Folge des Akritas-Plans und des Putsches gegen Makarios III. 1963/64 bzw. 1974. Dass Denktaş seine Volksgruppe in Sicherheit wähnen wollte, seine Antriebskraft auf die Rückgewinnung der erlangten Eigenständigkeit verwendete, wurde ihm später als "Starrhalsigkeit" ausgelegt. Ihm wurde das Scheitern der Verhandlungen angelastet. Späte Genugtuung hätte sein können, dass auch der politisch sozialdemokratisch orientierte Staatspräsident Mehmet Ali Talat Denktaş' Verhandlungsstil fortsetzte und keine Einigung mit den Zyperngriechen zustande kam - eine Tatsache, die die meisten Kommentatoren heute in ihren Nachrufen auf Rauf Denktaş einfach ignorieren. Denktaş erkannte früh, dass bei Beibehaltung seiner Prinzipien eine Einigung mit den Zyperngriechen, die aus Sicht der Inseltürken den Titel "Regierung von Zypern" illegal erlangt hatten, nicht zu erzielen sei. Die Aufgabe der Prinzipien Gleichberechtigung und möglichst große Eigenständigkeit aber konnte Denktaş nicht aufgeben. Bis heute bleiben die Übereinkommen zwischen ihm und Makarios III. Grundlagen der Verhandlungen. 1983 überzeugte er das türkischzyprische Volk und forsierte die Proklamation der TRNC. Er wurde erster Staatspräsident und blieb es bis 2005. Damals wandte sich ein Teil der Zyperntürken von seiner Politik ab. Viele erkannten aber bald, dass auch eine neue Verhandlungsführung unter Talat keinen Fortschritt erbrachte. Denktaş war bis zuletzt aktiver und mahnender Teil der türkischzyprischen Gesellschaft. Seine persönliche Biographie brachte eine starke Verbundenheit mit dem türkischen Mutterland. Die Fotographie war seine große Leidenschaft. Ausstellungen konnte man rund um den Erdball sehen. Denktaş veröffentlichte zudem zahlreiche Bücher und Schriften zur Zypernfrage, die er gerne mit einer Analogie aus der Medizin beschrieb: Nur weil ein Arzt Symptome erkennt und diese behandelt, hat er noch lange keine umfassende Diagnose über die Krankheit gestellt. "Ich habe ihn zuletzt im April 2011 gesprochen und Rauf Denktaş als sehr geradlinigen und analytischen Menschen erlebt", sagt Piller.

Freitag, 13. Januar 2012

Nordzypern trauert um Staatsgründer Denktas

Kaum eine politische Figur hatte die Zypenrfrage so sehr geprägt wie Rauf Denktas. Im Alter von 87 Jahren ist Rauf Denktas am heutigen Abend verstorben. Seine Familie sei bei ihm gewesen, hieß es in den zyperntürkischen Nachrichten. Die "Nordzypern Nachrichten" werden den zyperntürkischen Staatsgründer in einem ausführlichen Nachruf würdigen. "Heute gilt meine Anteilnahme der Familie und den engsten Freunden", sagte TRNC-Repräsentant Uli Piller.

Rauf Denktas in sehr kritischem Zustand

Von seinen behandelten Ärzten war in den vergangenen Tagen nichts Gutes zu vernehmen. Rauf Denktas, Gründungsvater der TRNC, schwebt erneut in Lebensgefahr. Eingeliefert nach Austrocknungserscheinungen als Folge einer Magen-, Darmerkrankung muss der 88-Jährige erneut beatmet werden. Ärzte sprachen laut Medien von einem drohenden multiplen Organversagen. Denktas befindet sich auf der Intensivstation des Krankenhauses der "Near East University" in Nikosia. Sein Sohn Serdar und seine Frau seien bei ihm in der Klinik.

Innenminister Cavusoglu in München

TRNC-Innenminister Cavusoglu (UBP) ist zu Gesprächen nach München gereist. Er wolle sich vor allem über moderne Methoden der Müllentsorgung und kommunalen Stromversorgung informieren, ließ der Minister verlauten. Cavusoglu zu Ehren veranstaltet der türkische Generalkonsul Eris am heutigen Freitag einen Empfang. Cavusoglu verlässt Deutschland am Sonntag.

Montag, 9. Januar 2012

Gründungspräsident Denktas wieder in Klinik

Der seit seinem schweren Schlaganfall gesundheitlich schwer angeschlagene zyperntürkische Staatsgründer Rauf Denktas wurde erneut in die Universitätsklinik in Lefkosa eingeliefert. Nach Angaben des türkischzyprischen Rundfunks BRT litt Denktas an "Austrocknungserscheinungen". Er sei aber bei vollem Bewusstsein und habe eine allgemeine gute Prognose. Aus der Klinik verlautete, Denktas werde nun erneut genaustens untersucht. Denktas war im Frühjahr 2011 nach einem vermeintlichen Schwächeanfall eingeliefert worden. Es wurde dann ein schwerer Gehirnschlag diagnostiziert. Der Gründungspräsident lag zeitweise im Koma und ist einseitig gelähmt. Dennoch zeigte sich der 87-Jährige in den letzten Wochen wieder kurzzeitig in der Öffentlichkeit.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Flughafen Ercan wird modernisiert

Wie der türkischzyprische Verkehrsminister mitteilte, soll der Flughafen Ercan modernisiert werden. Dazu sei mit finanzieller Hilfe aus der Türkei eine Art "PPP"-Projekt ("Public Privat Partnership") geplant. Bei Erweiterungen im Jahr 2011 wurde der Flughafen bereits modernisiert. Nach dem Ende der Um- und Erweiterungsbauarbeiten soll der Flughafen nahe der Hauptstadt auch mit einem ILS-System ausgestattet sein. Die zyperntürkischen Behörden bot der inselgriechischen Seite an, den zyprischen Luftraum fortan gemeinsam zu überwachen und somit auf diesem Gebiet eine Kooperation einzugehen.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Türkischzyprischer Premier erleidet Schwächeanfall

Der inseltürkische Premierminister Irsen Kücük (UBP) erlitt einen Schwächeanfall. Nach Medienberichten habe er eine Nacht im Krankenhaus in der türkischzyprischen Hauptstadt Lefkosa verbracht. Kücük habe trotz einer starken Erkältung eine "heftige Tagesordnung" abzuarbeiten gehabt, was schlussendlich zu dem Schwächeanfall geführt haben könnte. Nach Berichten des staatlichen Rundfunks BRT müsse sich der 71-jährige Premier einige Tage schonen. Kücük ist seit 2010 Premierminister; er trat die Nachfolge von Dervis Eroglu an, der im Frühjahr 2010 TRNC-Präsident wurde.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Präsident Eroglu zu den Verhandlungen

Das türkischzypriche Staatsoberhaupt Dervis Eroglu hat in einer Pressemitteilung die derzeitigen Verhandlungsbemühungen kommentiert. Die türkischzyprische Seite sei bemüht, eine Lösung zu finden, die langanhaltend ist und Frieden und Sicherheit auch den künftigen Generationen biete. Er werde kein Abkommen unterzeichnen, das die Eigenständigkeit des inseltürkischen Volks in Frage stelle, heißt es im staatlichen Rundfunk BRT. Die Verhandlungen könnten noch bis zur Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Südzypern im zweiten Halbjahr 2012 andauern. In dieser Zeit werde die türkische Seite weiterhin versuchen, konstruktive Vorschläge zu unterbreiten. Dies betonte auch der türkischzyprische Unterhändler Özersay. Auf Nordzypern wird am 21. Dezember den Geschehnissen des Winters 1963/64 gedacht. Damals begannen zyperngriechische Kräfte mit der Umsetzung eines geheimen Planes zur alleinigen Machtübernahme innerhalb der Partnerschaftsrepublik. Es kam zu massiven Angriffen auf türkischzyprische Familien und zu Vertreibungen aus den gemischten Dörfern. Bereits im März 1964 kamen VN-Friedenstruppen. "Wenn diese Ereignisse nicht die Zweiteilung Zyperns bedeuteten, so waren sie doch das Ende der vertraglichen Vereinbarungen zur Republik", betonte TRNC-Repräsentant Piller in München. "Selbst der damalige deutsche Botschafter in Nikosia, Dr. Koenig, sprach von 'unsagbarem Leid', das die türkische Seite zu erdulden hatte", fügte er hinzu. Piller betonte, dass die Vergangenheit zwar nicht Tag für Tag genutzt werden solle, um Verhandlungen zu beeinflussen, gab aber zu, dass es schwer erträglich sei, wenn immer wieder bekräftigt werde, die Militärintervention im Sommer 1974 wäre der Beginn der Zypernfrage.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Erste Ergebnisse der Volkszählung

Erste Ergebnisse der Volkszählung in Nordzypern sind nun von der Presse veröffentlicht worden. Demnach leben in der Türkischen Republik Nordzypern derzeit rund 295.000 Menschen. Dies entspricht einem Bevölkerungszuwachs von etwa 11 Prozent seit der letzten Zählung im Jahr 2006. Mit 98.700 Einwohnern ist Lefkoşa die mit Abstand größte Stadt des Inselnordens. Die Region Kyrenia/Girne, die noch Mitte der 1990er Jahre mit etwa 35.000 Einwohnern angegeben wurde, hat mittlerweile eine Einwohnerzahl von über 72.000. In der Region Famagusta leben etwa 69.000 Personen. Im Westen Nordzyperns, in der Region Güzelyurt, leben ca. 31.000 Menschen und auf dem Karpaz (Region Iskele) etwa 23.000 Personen.

Freitag, 9. Dezember 2011

Schwere Zwischenfälle bei Volleyballspiel

Bei einem Damen-Volleyballspiel auf internationaler Ebene kam es in Limassol zu schweren Ausschreitungen. Das Spiel zwischen Galatasaray Istanbul und Limassol endete 0:3 aus Sicht der inselgriechischen Gastgeber. Nach Angaben des türkischzyprischen Rundfunks bewarfen zyperngriechische "Hooligans" die türkische Mannschaft mit Gegenständen. Zudem seien griechische Flaggen mit Slogans wie "Zypern ist griechisch" gesichtet und anti-türkische Parolen gesungen worden. Die Mannschaft von Galatasaray musste mit Polizeischutz zu ihrem Hotel geleitet und dort bewacht werden. "Diese Art von Ausfällen bei Sportveranstaltungen sind immer wieder zu beobachten", erklärte TRNC-Repräsentant Piller in München. "Sie sind jedoch nicht beispielhaft für die gesamte zyperngriechische Gesellschaft", ergänzte er. Wichtig, so betonte der Repräsentant, sei dass die Regierung Zyperns gegen diese Art von Rassismus vorgehe und man nicht zulasse, dass "Öl ins Feuer" gegossen werde.

"Occupy Bewegung" auch auf Zypern

Die "Occupy Bewegung" hat auch das geteilte Zypern erreicht. Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer Ausgabe vom 9. Dezember. Danach stehe bei den "Besetzern" nicht der Protest gegen die Wirtschaft- und Finanzwelt im Mittelpunkt sondern vielmehr die Zypernfrage. Die Protestbewegung, die sich in einer Zeltstadt inmitten der Pufferzone Nikosias niedergelassen hat, besteht aus zyperngriechischen und -türkischen Teilnehmern - hauptsächlich jüngeren Menschen. Sie fordern die Überwindung der Teilung Zyperns. Die Verhandlungen zwischen den beiden Präsidenten stecken derzeit fest. In der zweiten Jahreshälfte 2012 soll Südzypern die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen. Davor solle der Konflikt gelöst werden. Die Finanzkrise in Griechenland hat auch den Süden Zyperns schwer getroffen.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Kurios: Politiker hält eine 13-Stunden Rede

Wie die "Northcyprus Times" berichten, hat der TDP-Vorsitzende Cakici in der türkischzyprischen Nationalversammlung vor den Abgeordneten eine Rede gehalten, die am Ende mehr als 13 Stunden gedauert haben soll. Es sei dies die längste je vor dem zyperntürkischen Parlament gehaltene Rede gewesen. Er habe dies getan um für die Jugend der Insel Partei zu ergreifen und auf umfassende Umwälzungen im Staat hinzuweisen. Cakici gilt als gesundheitlich leicht angeschlagen - obgleich er einer der jüngsten Abgeordneten des türkischzyprischen Parlaments ist. "In Deutschland erinnert man sich noch an die Rede vom damaligen Innenminister Otto Schily, der sich vor einem Untersuchungsausschuss des Bundestags einmal fünf Stunden lang zu Wort gemeldet hatte", scherzte TRNC-Repräsentant Piller, als er auf diesen Redemarathon angesprochen wurde. Cakici befindet sich derzeit in Berlin auf dem SPD-Bundesparteitag. Reden ähnlicher Länge werden dort nicht erwartet.